21/03/2018

Next station is Dubai Downtown

 

„Hauptsache man ist gesund und hat ein Dach über dem Kopf“ – ich frage mich tatsächlich ein kleinwenig, ob die Kinder in Dubai so etwas auch gesagt bekommen. In einer Stadt in der es wirklich alles gibt. Alles was ihr jemals auf dieser Welt gesehen habt; wo ihr mit so viel Vorfreude und dem durchblätterten Reiseführer in den Händen hingehastet seid. Dann hat Dubai das auch – doch hatte Dubai jemals die Absicht gehabt etwas zu Kopieren? Vielleicht ging es schon von Anfang an nur darum ‚besser zu sein‘? Besser als alles, was die Menschheit bis heute beeindrucken konnte. Besser als das, worauf gestern noch ein Einzelner so unfassbar stolz gewesen ist.

Die Leute sprachlos von einem zum nächsten Weltrekord wandern zu lassen.

& dies noch am Besten über kilometerlange Rolltreppen. 

Traditionelle Märkte

Vermutlich müsste ich nicht lange mit euch diskutieren, ob zahlreiche Weltrekorde genug sind, um sich für knapp 6 Stunden in ein Flugzeug zu quetschen – bei dem Grund: „Die ganzen anderen Blogger sind auch da“, musste ich mich aber natürlich auf Augenrollen einstellen.

Was auch immer. Denn ich hatte traumhafte Bilder gesehen. Bilder von einer Blumenlandschaft, welche praktisch in der Wüste blüht. Bilder von Gebäuden, die zu groß sind um mit auf ein Selfie zu passen. Bilder von einer Insel, geformt wie eine Palme; ein Paradies auf Erden – & trotzdem nahezu verlassen.  

Zahlreiche Menschen von allen Kontinenten machen sich auf. Auf zu einer Entdeckungstour durch die Wüstenmetropole – doch dort stehen die Wohnungen leer. Ganze Etagen auf dem majestätischen Burj Khalifa sind unbewohnt. Restaurants, so nah an der pulsierenden Innenstadt, tun sich offensichtlich schwer ihre Kunden anzulocken. Da ich allerdings zum Team ‚Wir-laufen-das-Stückchen‘ gehöre, haben wir auch diese verlassenen Ecken gesehen. 

Bestimmt den wenigsten Touristen ist überhaupt aufgefallen, wie viele Häuser auf ‚the Palm‘ noch auf Besitzer warten. Ein wenig gruselig. Etwas Besonderes liegt dennoch in der Art & Weise wie sich die Bewohner zu ihrer Stadt äußern. Man vermittelt ein Gefühl von Frieden; hier geht es den Leuten gut. Aus jedem Satz der Touristenführer springt es einen an: Wir sind stolz auf Dubai; stolz auf das was diese Stadt bis heute geleistet hat & für die Welt repräsentiert.

'Miracle Gardens'

What we did in Dubai. Nun bin ich aber an der Reihe euer Fremdenführer zu sein. Und keine Angst, ich werde euch zumindest nichts über Weltrekorde & Stolz berichten. Eher ein wenig über das, was „alle anderen Blogger“ auch erlebt haben. Ganz vielen Malls und leckeres Essen.

Denn neben den versteckten Wegen die wir gegangen sind, hätten Andere nicht lauter nach ‚Sightseeing‘ schreien könnten. Solltet ihr meine Story auf Instagram (@annaxsommer) verpasst haben, so findet ihr mein ganz persönliches ‚After-movie‘ zu Dubai in meinen Highlights abgespeichert   

“Traveling – it leaves you speechless, then turns you into a storyteller.”

Begonnen hat unser Abenteuer in der ‚Creek‘ von Dubai. Genauer gesagt im Radisson Blue, gegenüber vom kleinen Fischerhafen – im Prinzip: einmal am anderen Ende der Stadt. Dies war ein Grund dafür dass wir jeden Tag das Abenteuer ‚Straßenbahn‘ erleben durften & uns so Richtung Zentrum aufmachten. Lustigerweise trafen wir hier eher auf die Arbeiterklasse und Schüler, denn scheinbar fährt man in Dubai Taxi – und wer richtig Geld hat, der steigt schon mal gar nicht in die Bahn.

Eins meiner Lieblingsziele war allerdings nicht mit der Bahn zu erreichen. Die ‚Miracle Gardens‘ von Dubai liegen ein Stück außerhalb; sind aber die wilde Taxifahrt wert: eine Blumenoase mitten in der Wüste mit ganz viel Disney-Charme. Hingucker des Gartens: eine Emirates Maschine, bewachsen mit jeder Pflanzenart, die ihr euch nur vorstellen könnt. Hier herrscht eine unglaubliche Idylle; fernab von der sechsspurigen Autobahn. Eine Idylle, welche man den ganzen Tag auf einer bunt-geschmückten Schaukel genießen kann. Kein Wunder, dass in den Miracle Gardens förmlich um das ‚most Instagram-worthy‘ Foto gekämpft wird.

Dubai Downtown

& wo wir schon mal bei den gestellten Fotos von Instagram sind, naja, wenn nicht auf der Aussichtsplattform vom Burj Khalifa  – wo wollt ihr sonst den Schnappschuss eures Lebens machen?

Zugegeben: ich habe moderate Höhenangst. Ständig musste ich mich zusammenreißen, mich nicht an irgendetwas festzuhalten. Im Anschluss an diese ‚Findungsphase‘ entwickelte sich der Besuch des Burj Khalifa dennoch positiv. Der Sonnenuntergang, die daraufhin erleuchteten Straßen & die Wasserspiele der Dubai Fountain fesselten uns an die Scheiben des Wolkenkratzers. Magical Dubai.

& what makes that magic work? Welches i-Tüpfelchen darf in Dubai nicht ausgelassen werden? Eine Tour durch die Wüste. Der Ursprung einer Metropole, die es vor 50 Jahren so noch nicht gab und die bis heute noch lange nicht fertig ist. Als Kontrast zu dem überwältigenden Prunk & Überfluss Dubai Downtown’s, fuhren wir somit einen Tag lang ins ‚Nichts‘

Also nicht ganz ins ‚Nichts‘. Nach einer holprigen Jeepfahrt durch die Wüste, landeten wir schließlich in einer Art Beduinen-Lager mit Feuershow, Dinner, Gesang und Shisha-Ecke. Keine Frage, dass dieser Ausflug einzig & allein zum Ziel hatte, die Touristen auf einfachste Weise zu belustigen – allerdings hielten sich auch die Empfehlungen von einer ‚Do-it-yourself‘ Aktion in der Wüste in Grenzen. Touri-Zeug hin oder her. Ich war einfach glücklich, meine To-do Liste abhaken zu können.

Ok, nicht meine ganze To-do Liste. Eigentlich wollte ich noch auf einem Kamel reiten & tatsächlich, die Chance hatte ich an diesem Abend auch. Die traurigen Geräusche des Kamels ließen allerdings auf einen wirklich harten Arbeitstag schließen. Somit war auch eine Streicheleinheit für uns beide zufriedenstellend. Was wäre ich schließlich ohne eine unvollständige To-Do Liste?

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