15/04/2018

You’re my bad habit

“Ich weiß gar nicht wie ich das heute noch alles schaffen soll“. Gar kein Problem. Wo die Zeit mangelt, da gibt es andere Wege. Wofür haben wir denn Kaffee und Energy-Drinks? In meinem Psychologiestudium befassen wir uns grade mit Biologie. Genauergesagt den psychologischen Aspekten vom ‚Schlafen‘. Zumindest die Theorien besagen: der Mensch kann gut mit wenig Schlaf auskommen. Wer viel schläft, schafft halt auch irgendwie weniger. Und wer weniger schafft, ist raus.

„Ich muss zumindest ein bisschen Abdeckstift draufmachen. Meine Haut ist einfach nur unerträglich. Ich kann heute wirklich nicht ohne Make-Up aus dem Haus gehen“. Die Zeitschriften schreiben, dass Schminke gar nicht so schädlich für die Haut ist. Am Ende des Tages muss man die Haut nur ordentlich reinigen & dann kann sie wieder ‚bemalt‘ werden. Keine Frage, dass ich mich so auch viel selbstsicherer fühle. Also kann man sein Selbstbewusstsein abends abwaschen? 

Für wen oder was mache ich das eigentlich? 

Es ist Mitte April. Endlich wird es wärmer. Es ist Zeit für einen Frühjahrs-Putz. 

Ich spreche hier allerdings nicht davon, dass ich mal dringend meine überladenen Schubladen unter meinem IKEA-Bett aussortieren sollte. Auch nicht davon, dass ich mal ganz oben auf den Regalen Staub wischen sollte. Es gibt so viel ‚Dreck‘ und ‚Unordnung‘ durch unsere Gewohnheiten. Ob man sich einfach keine Auszeiten nimmt & der Ehrgeiz einen nicht schlafen lässt – oder vielleicht auch das Gefühl, sich erst nach einer guten Portion Schminke ‚alltagstauglich‘ zu fühlen. 

Selbstversuch die Erste. Meinen Frühjahrs-Putz beginne ich dieses Jahr an mir. 

life-update - von hell zu dunkel

Und zwar habe ich losgelegt. Naja, eigentlich habe ich eher alles stehen & liegen gelassen: seit über einer Woche habe ich es aufgegeben mir täglich unnütz viel Make-Up ins Gesicht zu pinseln. Seit über einer Woche habe ich damit abgeschlossen, dass Nachtschichten & ellenlange to-do Listen meinen Tagesablauf bestimmen müssen. Zwei essentielle Bestandteile meines Lebens von jetzt auf gleich einfach weg. Und soll ich euch was ganz Erschreckendes berichten? Ich lebe noch.

„We first make our habits; and then our habits make us.“

 Und genau deswegen haben es schließlich auch WIR in der Hand diese Gewohnheiten wieder zu ändern. Ich würde euch jetzt gerne das ultimative Erfolgsrezept bereitstellen; mit dem ihr ohne Mühe von euren nervigen Ticks wegkommt.  

Ganz so leicht ist das aber nicht. Man muss sich schon zusammenreißen, durchatmen & sich ein wenig ablenken von der Stimme. Die fiese Stimme, die einem jegliche Veränderung ausreden möchte – kennt ihr euren ‚inneren Schweinehund‘? Da habt ihr ihn! Ganz egal was ihr ändern wollt. Ob es eure Haut ist oder die strengen Ansprüche an euch selber. Vielleicht wollt ihr sogar aufhören etwas zu tun oder endlich anfangen etwas zu tun. Ich verspreche euch, die Stimme wird erstmal da sein.

Dafür ist so ein Frühjahrsputz aber auch da. Die Stimme landet zusammen mit den blöden Angewohnheiten im Müll. Mir persönlich hat es wirklich geholfen, mein Vorhaben mit Familie und Freunden durchzusprechen – denn wenn man etwas ausspricht ist es ja fast schon ‚versprochen‘ – ein Versprechen an sich selber. Naja & außerdem gibt es auch fast nichts Schöneres als ein paar aufmunternden Worte zuhören in den dunklen Zeiten einer geröteten Haut und zahlreichen Uni-Deadlines. Auf diese Worte gehe ich heute natürlich wieder früh schlafen & spare morgen die Energie der Schmink-Prozedur für Wichtigeres. 

Glaubt mir, ich habe selten mehr Schlaf bekommen als die vergangene Woche.

Und für wen mache ich das eigentlich? Jetzt mache ich das zumindest nur für mich selber.

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