29/04/2018

Budapest, my hidden treasure chest

*Dieser Beitrag enthält Werbung, da Lokalitäten benannt wurden

New York, Dubai, Amsterdam, Paris. All‘ die großen Städte hatte ich auf dem Schirm – nur halt nicht Budapest. Mein bisheriges, überschaubares Wissen über die Donau-Metropole habe ich mir bereits mit stolzen 8 Jahren angeeignet – und zwar beim ‚Sissi‘ gucken in der Weihnachtszeit. Hängen geblieben ist dabei ‚irgendwas mit Natur & Pferden‘ und dass es der Kaiserin wohl recht gut gefallen hat – jaja, Sissi hatte auf jeden Fall Geschmack.

Für unsere Modul-Pause ging es also ab nach Ungarn. Alles durchgeplant von unserer Fachschaft für Psychologie ‚Dimensie‘ – ohne welche ich vermutlich erstmal nicht dort gelandet wäre. Wie immer mit im Gepäck: meine Kamera, die ersten Sommerkleider und eindeutig zu wenig Sonnencreme. Dafür aber ganz viel Neugier & Vorfreude. Somit ging es direkt von unserem Hostel in die Gassen der Stadt zu einer Touristenführung. Vorbei an Synagogen, über gepflegte Grünanlagen in der Innenstadt bis hin zu den berühmten Ruinen-Kneipen von Budapest. Die ungarische Art, zerfallene Gebäude wieder aufleben zulassen. Mit ganz viel Charakter, Live-Musik und hübschen Lichterketten.

St.Stephans Basilica

Um uns gleich am ersten Tag noch ein wenig wachzuhalten, schleppten wir uns auf eine nächtliche Bootstour über die Donau. Nach über 16 Stunden im Bus; ohne Schlaf & in den unmöglichsten Positionen – gab es kaum was Schöneres als frische Luft und ein Glas Wein. Ein absolutes Must-Do meinerseits, denn die warmen Lichter der Stadt sind wirklich magisch!

Zurück im Hostel schien Ungarn aber noch lange nicht das Licht auszumachen. Kennt ihr How-I-Met-You-Mother? Nun ja, auch wir lebten nun ÜBER einer Bar. Das Unity Hostel Udvar(Rom) war alles in einem: Unterkunft, Bar und Restaurant. Wer nicht darauf aus ist seinen Urlaub zu verschlafen oder doch mal gesellig auf einen Drink bei DJ-Musik sitzen möchte, der wird sich auf jeden Fall wohlfühlen. Schaden kann es nämlich nicht – denn Getränke sind nirgends günstiger als im Osten.  

The taste of Budapest. Nicht nur die Getränke, sondern auch das Essen lies sich in der ungarischen Hauptstadt sehen – geschmacklich wie auch preislich! Eine der wohl niedlichsten Eisdielen war ‚The Sweet‘ ganz in der Nähe unseres Hostels auf der Pest-Seite der Stadt (wusstet ihr, dass die Stadt eigentlich aus zwei Teilen besteht und durch die Donau getrennt wird? Buda & Pest sind durch wunderschöne, historische Brücken verbunden). Wem Eis dann doch wieder zu langweilig ist, sollte auch auf keinen Fall den Street Food KARAVÁN verpassen. Perfekt für Mädelsgruppen wie uns, die sich nie ganz einigen können!

Mit einer kleinen Hoffnung auf weitere Schritt-Rekorde ging es die nächsten zwei Tage auf Foto-Jagd durch Budapest. Ich muss zugeben, wir waren alle ein wenig unvorbereitet: keine Reiseführer, konkreten Pläne oderoderoder. Zumindest ein paar Screenshots der schönsten Fleckchen die man zu besuchen hatte. Um aber erstmal den perfekten Überblick zubekommen, bemühten wir uns hoch bis zur Statue of Liberty. Nein, ihr habt euch nicht verlesen. Scheinbar gingen den Ungarn die Bezeichnungen aus. Denn auch das ‚Budapest Eye‘ kam mir ein wenig bekannt vor.

Mazel Tov

Nachmacherei hin oder her! Einige Dinge machen Budapest dann doch einzigartig. Zum Beispiel die tiefe Verwurzelung mit dem Judentum. Im gesamten jüdischen Viertel, konnte man kaum aufhören von Lokal zu Lokal zu wandern. Jedes einzelne Design ein Kunstwerk für sich.

Tatsächlich sind wir hier am letzten Abend für ganze drei Stunden im ‚Mazel Tov‘ geblieben: ein israelisches Restaurant mit dem wohl schönsten Innenhof den man sich vorstellen kann (Lichterketten sind einfach immer ein Pluspunkt hihi). Dazu kam dann noch die vegetarischen Speisekarte & entspannende Live-Musik. Solltet ihr mal in der Nähe sein, so lege ich euch das Restaurant ans Herz.

Ebenfalls im Herzen bleiben wird mir die Ruhe der Stadt. Natürlich ist Budapest eine Millionen Stadt. Und ja; es gibt Kriminalität, Armut, Probleme – ganz besonders mit dem Alkoholkonsum der Einwohner – doch trotzdem waren zahlreiche Orte unfassbar friedvoll. Fast den ganzen letzten Tag haben wir einfach Ewigkeiten im Stadtpark am Heldenplatz gelegen und den Menschen mit Tretbooten auf dem See zugesehen, Spiele gespielt und Eis genascht. Vielleicht ist Sissi deswegen aus Wien nach Ungarn geflohen.

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